Meisenbilder

Erscheinungsjahr 1899
Hochkant nein
Sanguinetti 598
Numeriert ja
Arnold 437
Rückseitentext nein
Bei der Mahlzeit. Wie bietet allerliebst das Paar Schwanzmeisen sich die Mahlzeit dar. Anmuthig reicht den Schmetterling das Männchen, den es hurtig fing. So geht das holde Spiel im Kreis abwechselnd um von Reis zu Reis. Fürwahr, das ist ein netter Schmaus, viel schöner als bei uns zu Haus.
Im Nestbau. Schaut, welch ein herrliches Gebilde blinkt über'm Zaun vom Weissdorn her! Gibt's wohl im Hain und im Gefilde ein solches Vogelhäuschen mehr? Wie mocht's den Thierchen nur gelingen? Blos mit den Schnäbelchen fürwahr vollbrachten sie's. Den Künstlern bringen wir Liebe und Bewundrung dar.
Bei der Jungenpflege. Es fliegt am Apfelbaume aus die flügge Brut Kohlmeisen. Zur Höhle sind die kecksten 'naus, da will es Arbeit heissen. Die Alten kommen nur und geh'n, die Jungen all' zu speisen, kein schädlich Räupchen ist zu seh'n - Das danken wir den Meisen!
Auf dem Herbstzuge. Was raschelt im Laube, was schnurrt in der Luft? Es ziehen die Meisen im Nebelduft. Willkommen, ihr Turner, ihr flinken und bunten, mit euren Begleitern, ihr bringt uns Gewinn! In fröhlicher Arbeit lasst's weidlich euch munden. Wie schön ist das Leben bei munterem Sinn!
In der Noth. Thierfreunde, seht die harte Noth im unwirthlichen Winterleben! Goldhähnchen, Haubenmeis sind todt, die Andern schlummern todergeben. Vernehmt die Mahnungsworte hier aus der Bedrängniss Lebensmüder: Helft neben Menschen auch dem Thier, die Thiere sind ja unsre Brüder!
Im strengen Winter. Die armen Meisen locken wir mit Mohn und Nüssen, sie holen von den Fäden hier sich flink die Leckerbissen. Auch Spatz und Gimpel stellt sich ein der Platz gehört der Meise! Lohn für die Arbeit soll er sein. Der Nützlichkeit, dem Fleisse!

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